Die Geschichte des Vereins

Der Hümmling, ein Landstrich im westlichen Niedersachsen, wurde in der Vergangenheit vom Moor, Heideflächen und Sanddünen geprägt. Steingräber sind Zeichen dafür, dass dieser Landstrich nicht erst seit neuster Zeit besiedelt ist.


Auf dem südöstlichen Hümmling an den Quellen von Marka und Mittelradde liegt Bockholte. Den Aufzeichnungen von Pastor Windus ist zu entnehmen, dass der Name Bockholte erstmals im 14 Jahrhundert erwähnt wird. Bis zum 31. Dezember 1972 war Bockholte eine politisch eigenständige Gemeinde mit ca. 400 Einwohnern. Im Rahmen der Gemeindereform wurde der landwirtschaftlich geprägte Ort in die Gemeinde Werlte eingemeindet.


Am 10. Dezember 1965 setzten sich in der damals noch selbständigen Gemeinde Bockholte sportbegeisterte Leute an einen Tisch und beschlossen einen Sportverein zu gründen.

Von vielen belächelt, entstand so der damalige Sportverein SV Bockholte 66 als eingetragener Verein.


Nach den Meisterschaften und Aufstiegen 1968, 1970, 1981 spielte dieser Verein, 1976 in Fußballclub Bockholte umbenannt, im Jubiläumsjahr 1991 10 Jahre in der Bezirksklasse und hat den Namen Bockholte über Gemeinde und Kreisgrenzen hinaus bekannt gemacht.


Fußball in Bockholte vor 1966


Das Spiel mit dem runden Leder wurde in Bockholte schon vor dem Krieg betrieben. Ein organisierter Spielbetrieb lässt sich nicht nachweisen.


Heinrich Spark und Herrman Lünswilken berichteten aber von einen Verein „Grün Weiß Bockholte“ in den Jahren 1947 und 1948. Vorsitzender des Vereins war Heinrich Spark. Schwerkrank aus der Kriegsgefangenschaft entlassen, hatte er Zeit, die Ämter des Kassenwartes und des Fußballobmannes mit zu verwalten. Als Schriftführer war ihm Gerd Lünswilken zur Seite gestellt.


Die grün weißen Trikots waren von Regina Bruns gestrickt. Der Preis für ein gestricktes Trikot betrug 1 Pfund Speck. Gespielt wurde in schweren Arbeitsschuhen. Die Fahrten zu den Auswärtsspielen wurden mit Pferden und Mertens Milchwagen durchgeführt.


Zur Finanzierung des Unternehmens wurden auf Untiedts Diele Theateraufführungen organisiert. Als Spielfeld diente Sparks Weide bei Einhaus. 1957 erreichte man unter diesen Bedingungen das Halbfinale des EZ Pokals.


1948 wurde, wegen des besseren „Rasens“, Weinobst Weide bei Krolage gepachtet. Als Ende der Saison 1948 die Weide vom Besitzer verkauft wurde, und der Verein durch die Währungsreform in finanzielle Schwierigkeiten geriet, war das Schicksal von Grün Weis Bockholte besiegelt. Der Verein wurde abgemeldet.



Die Spieler von Grün Weiß Bockholte


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Hermann Borgmann, Hermann Lünswilken, Gerhard Pleiter, Heinrich Abeln, Stephan Lünswilken, Rudi Peschel, Martin Einhaus, Fritz Schoger, Johann Lüttel, Leo Hackstedt, Gerd Steenken, Willi Colmer, Heinrich Lammers, Wilhelm Hömmen, Helmut Krawczyk, Gerhard Mertens, Johann Mertens



Auszug aus der Festschrift 1991

 
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